Respect vs Stigma

Wir sind alle Superheld*innen

Anti Stigma Initiative
und Fotokunstaustellungen
Über Sucht – Mut – Stärke

Respect
vs Stigma

Wir sind alle Superheld*innen

Anti Stigma Initiative
und Fotokunstaustellungen
Über Sucht – Mut – Stärke

Ein*e Superheld*in von vielen:

Superheldinnen Identität

Inspiriert von den Endzeit-Kultfilmen „Mad Max“ und „Tank Girl“, die in kargen Welten spielen – symbolisch für die harten Zeiten, die ich durchlebt habe und wie ich zur Kämpferin wurde. Statt auf einem riesigen Truck oder Panzer sitze ich auf einem kleinen Kinderfahrrad – weil ich heute weiß, wie stark ich bin. Weil Humor alles besser macht. Und weil ich meiner Tochter so dankbar bin, welchen Überlebensmut sie in mir geweckt hat.

Persönlicher Suchtverlauf

Schon als Kleinkind fühlte ich mich fremd in dieser Welt, kämpfte mit starken Ängsten und dem Gefühl, hier nicht her zu gehören. Das was ich fühlte, stimmte oft nicht mit dem überein, was ich sah oder mir erzählt wurde. Ich fühlte mich zunehmend falsch und schuldig. Stellte mich selbst und die Welt immer wieder in Frage. War ständig gefordert von meiner ausgeprägten Wahrnehmung, komplexen Gedankenwelt und ständigen Sinnsuche. So entstand schon früh der Wunsch nach Abschalten und Betäuben.
Mit 12 erlebte ich mein erstes bewusstes Trauma, die nächsten 10 Jahre folgten noch viele weitere…
Zusätzlich kämpfte ich mit heftigsten Schmerzen durch die chronische Krankheit Endometriose. Mein erster Vollrausch war an meinem 13. Geburtstag, ein halbes Jahr später kam Cannabis dazu. Schnell half mir der Alkohol beim Gefühle aushalten, Verdrängen und Vernebeln von Erlebnissen, oder Schmerzen ertragen. Mit 16 kamen viele andere Drogen dazu und schon mit 20 wusste ich, dass vor allem mein Alkoholkonsum problematisch war. Ich versuchte immer wieder Pausen einzulegen, mir Trinkmengen oder -zeiten vorzugeben, es irgendwie zu kontrollieren, doch ich konnte nicht aufhören – trank immer bis zur Eskalation oder Besinnungslosigkeit. Oft allein. Auch nach den heftigsten Warnschüssen. Rückblickend war mein Trinken oft eine Art Selbstverletzung.

Wendepunkt

Es gab viele Tiefpunkte: regelmäßige Blackouts mit bitteren Konsequenzen, Unfälle, schwere Verletzungen, tiefe Scham, Schuldgefühle, Traurigsein, innere Einsamkeit. Während der Schwangerschaft und Stillzeit schaffte ich es abstinent zu bleiben. Doch als ich innerhalb kürzester Zeit wieder am selben Tiefpunkt war wie davor, schockierte mich das mehr, als je zuvor. Mir wurde klar: Ich schaff es nicht allein. Ich brauche Hilfe – und fand sie, bei einer Suchtberatungsstelle. Der erste und wichtigste Schritt auf meinem Weg zur Freiheit.

Herausforderungen

Mich meiner Suchterkrankung, Vergangenheit, meinen Traumata und all meinen Prägungen zu stellen und gleichzeitig junge Mama zu sein, war und ist Belastung und Geschenk zugleich. Dieser Spagat ist die größte und kaum beschreibbare Herausforderung, die ich je erlebt habe.
Schwer war auch für mich, dass mein Trinken lange verschleiert war vom gesellschaftlichen Bild, dass doch jeder was trinkt und schon mal zu viel getrunken hat. Dass keiner die Grenze kennt, an der eine Sucht beginnt, dass Trinken so oft einfach dazu gehört, normal ist oder manchmal sogar gefordert wird. Lange fiel es mir schwer zu akzeptieren, dass ich schon so jung nicht “normal“ trinken konnte. Heute weiß ich: Es war das größte Geschenk, dass ich mir selbst machen konnte.. mich so früh mit mir, meinen inneren Dämonen & tiefen Wunden auseinanderzusetzen – und mich von der Sucht zu befreien.

Meine Superkräfte

• Mut, mich allem zu stellen und alles zu erforschen, was das Leben hergibt
• Humor – mein Lebensretter vor allem in dunklen Zeiten
• Neugier und Offenheit fürs Unbekannte

Säulen & Ventile

Authentisch sein; mich Ausdrücken durch Kreativität; auf meine Bedürfnisse und innere Stimme hören, regelmäßig Innehalten; Bewegung; Sinnesreize erleben und ab und zu einfach mal spontan aufm Tisch tanzen 🙂

Ich bin stolz auf

alles, was ich meiner Tochter für ihr Leben mitgeben kann und auf meinen Mut, mich selbst komplett neu kennen zu lernen und einen unbekannten Weg zu gehen – aus Liebe zu mir selbst und zum Leben.

Meine Botschaft

Jeder Mensch erlebt Krisen und trägt mal schwere Themen mit sich herum. Hat mit Zweifeln, Ängsten, inneren Verletzungen oder psychischen Erkrankungen zu kämpfen. Ich wünsche mir, dass wir ALLE endlich anfangen, offen über unsere Gefühle und Probleme zu sprechen! Denn jeder Mensch trägt seinen Rucksack – und darüber zu sprechen kann befreien, verbinden und sogar lebensrettend sein…

Ein*e Superheld*in von vielen:

Superheldinnen Identität

Inspiriert von den Endzeit-Kultfilmen „Mad Max“ und „Tank Girl“, die in kargen Welten spielen – symbolisch für die harten Zeiten, die ich durchlebt habe und wie ich zur Kämpferin wurde. Statt auf einem riesigen Truck oder Panzer sitze ich auf einem kleinen Kinderfahrrad – weil ich heute weiß, wie stark ich bin. Weil Humor alles besser macht. Und weil ich meiner Tochter so dankbar bin, welchen Überlebensmut sie in mir geweckt hat.

Persönlicher Suchtverlauf

Schon als Kleinkind fühlte ich mich fremd in dieser Welt, kämpfte mit starken Ängsten und dem Gefühl, hier nicht her zu gehören. Das was ich fühlte, stimmte oft nicht mit dem überein, was ich sah oder mir erzählt wurde. Ich fühlte mich zunehmend falsch und schuldig. Stellte mich selbst und die Welt immer wieder in Frage. War ständig gefordert von meiner ausgeprägten Wahrnehmung, komplexen Gedankenwelt und ständigen Sinnsuche. So entstand schon früh der Wunsch nach Abschalten und Betäuben.
Mit 12 erlebte ich mein erstes bewusstes Trauma, die nächsten 10 Jahre folgten noch viele weitere…
Zusätzlich kämpfte ich mit heftigsten Schmerzen durch die chronische Krankheit Endometriose. Mein erster Vollrausch war an meinem 13. Geburtstag, ein halbes Jahr später kam Cannabis dazu. Schnell half mir der Alkohol beim Gefühle aushalten, Verdrängen und Vernebeln von Erlebnissen, oder Schmerzen ertragen. Mit 16 kamen viele andere Drogen dazu und schon mit 20 wusste ich, dass vor allem mein Alkoholkonsum problematisch war. Ich versuchte immer wieder Pausen einzulegen, mir Trinkmengen oder -zeiten vorzugeben, es irgendwie zu kontrollieren, doch ich konnte nicht aufhören – trank immer bis zur Eskalation oder Besinnungslosigkeit. Oft allein. Auch nach den heftigsten Warnschüssen. Rückblickend war mein Trinken oft eine Art Selbstverletzung.

Wendepunkt

Es gab viele Tiefpunkte: regelmäßige Blackouts mit bitteren Konsequenzen, Unfälle, schwere Verletzungen, tiefe Scham, Schuldgefühle, Traurigsein, innere Einsamkeit. Während der Schwangerschaft und Stillzeit schaffte ich es abstinent zu bleiben. Doch als ich innerhalb kürzester Zeit wieder am selben Tiefpunkt war wie davor, schockierte mich das mehr, als je zuvor. Mir wurde klar: Ich schaff es nicht allein. Ich brauche Hilfe – und fand sie, bei einer Suchtberatungsstelle. Der erste und wichtigste Schritt auf meinem Weg zur Freiheit.

Herausforderungen

Mich meiner Suchterkrankung, Vergangenheit, meinen Traumata und all meinen Prägungen zu stellen und gleichzeitig junge Mama zu sein, war und ist Belastung und Geschenk zugleich. Dieser Spagat ist die größte und kaum beschreibbare Herausforderung, die ich je erlebt habe.
Schwer war auch für mich, dass mein Trinken lange verschleiert war vom gesellschaftlichen Bild, dass doch jeder was trinkt und schon mal zu viel getrunken hat. Dass keiner die Grenze kennt, an der eine Sucht beginnt, dass Trinken so oft einfach dazu gehört, normal ist oder manchmal sogar gefordert wird. Lange fiel es mir schwer zu akzeptieren, dass ich schon so jung nicht “normal“ trinken konnte. Heute weiß ich: Es war das größte Geschenk, dass ich mir selbst machen konnte.. mich so früh mit mir, meinen inneren Dämonen & tiefen Wunden auseinanderzusetzen – und mich von der Sucht zu befreien.

Meine Superkräfte

• Mut, mich allem zu stellen und alles zu erforschen, was das Leben hergibt
• Humor – mein Lebensretter vor allem in dunklen Zeiten
• Neugier und Offenheit fürs Unbekannte

Säulen & Ventile

Authentisch sein; mich Ausdrücken durch Kreativität; auf meine Bedürfnisse und innere Stimme hören, regelmäßig Innehalten; Bewegung; Sinnesreize erleben und ab und zu einfach mal spontan aufm Tisch tanzen 🙂

Ich bin stolz auf

alles, was ich meiner Tochter für ihr Leben mitgeben kann und auf meinen Mut, mich selbst komplett neu kennen zu lernen und einen unbekannten Weg zu gehen – aus Liebe zu mir selbst und zum Leben.

Meine Botschaft

Jeder Mensch erlebt Krisen und trägt mal schwere Themen mit sich herum. Hat mit Zweifeln, Ängsten, inneren Verletzungen oder psychischen Erkrankungen zu kämpfen. Ich wünsche mir, dass wir ALLE endlich anfangen, offen über unsere Gefühle und Probleme zu sprechen! Denn jeder Mensch trägt seinen Rucksack – und darüber zu sprechen kann befreien, verbinden und sogar lebensrettend sein…